Alexander Nübel Gehalt: Warum sein Millionen-Salär zum Problem wird

Alexander Nübel Gehalt: Warum sein Millionen-Salär zum Problem wird

Zwölf Millionen Euro brutto im Jahr für einen Torwart, der seit fünf Jahren nicht mehr für seinen eigentlichen Arbeitgeber im Tor steht. Wer beim Thema Alexander Nübel Gehalt an ein gewöhnliches Bundesliga-Salär denkt, liegt daneben. Es handelt sich um eines der ungewöhnlichsten Vertragskonstrukte im deutschen Profifußball der vergangenen Jahre. Und genau dieses Konstrukt erklärt inzwischen,

Zwölf Millionen Euro brutto im Jahr für einen Torwart, der seit fünf Jahren nicht mehr für seinen eigentlichen Arbeitgeber im Tor steht. Wer beim Thema Alexander Nübel Gehalt an ein gewöhnliches Bundesliga-Salär denkt, liegt daneben.

Es handelt sich um eines der ungewöhnlichsten Vertragskonstrukte im deutschen Profifußball der vergangenen Jahre. Und genau dieses Konstrukt erklärt inzwischen, warum Nübel trotz stabiler Leistungen keinen neuen Verein findet.

Die Zahlen, auf die sich alle einigen

Nach übereinstimmenden Berichten von Sky verdient Nübel beim FC Bayern München zwischen zehn und zwölf Millionen Euro brutto pro Jahr. Die genaue Summe hängt von Erfolgsprämien und Bonuszahlungen ab.

Der VfB Stuttgart, an den Nübel seit 2023 verliehen ist, übernahm davon zuletzt nur einen Teil. Rund 3,5 Millionen Euro, also etwa ein Drittel.

Den größeren Teil trägt weiterhin der FC Bayern. Obwohl Nübel dort seit 2021 kein Pflichtspiel mehr bestritten hat.

Damit zählt Nübel beim VfB formal zu den Topverdienern. Doch selbst dieser Anteil liegt unter dem, was Kollegen wie Deniz Undav oder Chris Führich dort erhalten sollen.

Ein Detail, das viel verrät: Der wirklich große Batzen seines Gehalts kommt gar nicht aus Stuttgart.

Sein Vertrag beim FC Bayern verlängerte sich zudem automatisch bis 2029, mit Option auf 2030. Auslöser war Manuel Neuers eigene Vertragsverlängerung.

Damit ist Nübel einer der am längsten gebundenen Spieler des Rekordmeisters. Bei einem Klub, der öffentlich mehrfach bestätigt hat, nicht mehr mit ihm zu planen.

Das eigentliche Konstrukt: Gehalt für einen Spieler, der woanders spielt

Genau hier liegt der Punkt, den die meisten Berichte nur streifen. Normalerweise sinkt bei einer Leihe das Gehalt, das der abgebende Verein zahlt, deutlich.

Oder der leihende Klub übernimmt die volle Summe. Bei Nübel ist es umgekehrt.

Der FC Bayern trägt weiterhin den größten Teil der Kosten. Obwohl der Spieler sportlich komplett beim VfB verankert ist.

Diese Konstruktion ergibt nur als eine Art Versicherungsmodell Sinn. Bayern wollte ursprünglich verhindern, ohne Ersatztorhüter dazustehen.

Der Klub band Nübel langfristig, um ihn im Fall von Neuers Karriereende schnell zurückholen zu können. Genau diese Rückholklausel wurde laut OneFootball tatsächlich in den Leihvertrag eingebaut.

Das Problem: Neuer spielt weiter. Mit Jonas Urbig steht zudem ein jüngerer designierter Nachfolger bereit.

Nübel bleibt an ein Konstrukt gebunden, das seinen ursprünglichen Zweck verloren hat. Der FC Bayern zahlt seit Jahren ein zweistelliges Millionengehalt für eine Absicherung, die sich nicht mehr auszahlt.

Laut Eurosport hat der Klub damit bislang schätzungsweise 16 Millionen Euro Verlust gemacht.

Warum das hohe Gehalt seinen Wechsel blockiert

Nübel hat einen DFB-Pokalsieg und Champions-League-Erfahrung vorzuweisen. Trotzdem findet er im Sommer 2026 keinen neuen Verein.

Der Grund: Das Gehalt selbst ist zur Hürde geworden. Kein europäischer Klub außerhalb der absoluten Topliga zahlt einem Torhüter freiwillig zehn bis zwölf Millionen Euro pro Jahr.

Damit Nübel wechseln kann, gibt es nur zwei Wege. Entweder zahlt ein neuer Arbeitgeber annähernd dieses Gehalt, oder der FC Bayern subventioniert weiter die Differenz.

Genau dieses Modell wurde laut Fußballtransfers.com schon während der Stuttgart-Leihe praktiziert. Es soll auch für einen möglichen neuen Klub im Gespräch sein.

Es gab laut Bild sogar Überlegungen zu einer Ausgleichszahlung. Rund 25 Millionen Euro, um Nübel komplett aus dem Vertrag herauszukaufen.

Diese Summe zeigt, wie teuer eine Trennung inzwischen wäre.

Gleichzeitig fordert der Rekordmeister für eine reguläre Ablöse zehn bis 15 Millionen Euro. Manchester City und Juventus Turin waren bislang nicht bereit, das zu zahlen.

Zumal Nübel bei beiden Klubs ohnehin nur die Nummer zwei gewesen wäre.

Der Vergleich mit dem VfB zeigt das Missverhältnis

Besonders deutlich wird die Schieflage im Vergleich zum VfB Stuttgart selbst. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth lobte Nübel öffentlich.

Er habe den Verein auf ein neues Niveau gehoben und maßgeblich zum DFB-Pokalsieg 2025 beigetragen. Sportlich war eine Weiterbeschäftigung also naheliegend.

Doch selbst als Publikumsliebling blieb Nübel für den VfB finanziell unerreichbar. Weder Ablösesumme noch Gehalt passten zu einem Bundesliga-Mittelfeldklub.

Stattdessen setzt Stuttgart nun auf die eigene Nachwuchshoffnung Dennis Seimen, wie Sport1 berichtete. Er überzeugte beim SC Paderborn bereits als Stammtorhüter und bringt deutlich geringere Gehaltsforderungen mit.

Das ist der Kern des Nübel-Dilemmas. Sportlich zählt er zu den verlässlichsten Torhütern der Liga.

Finanziell aber sitzt er in einem Konstrukt fest, das für niemanden mehr wirtschaftlich sinnvoll ist. Weder für Bayern, das ohne Gegenleistung zahlt, noch für Nübel selbst, der wegen seines eigenen Gehalts kaum einen passenden neuen Verein findet.

Was als Nächstes passiert

Findet sich bis zum Ende der Transferperiode kein Abnehmer, muss Nübel laut Sport1 zunächst wieder bei Bayern zur Saisonvorbereitung antreten. Obwohl der Klub selbst betont, nicht mehr mit ihm zu planen.

Realistischer gilt derzeit ein Wechsel ins Ausland. Vor allem in die finanzstarke Premier League, wo Klubs eher ein Gehalt nahe der bisherigen Summe stemmen könnten.

Bis dahin bleibt Nübel ein seltenes Beispiel. Sein sportlicher Marktwert und sein tatsächliches Gehalt driften komplett auseinander. Mehr zu seiner sportlichen Entwicklung findest du in unserem Überblick zu Nübels Statistiken.

FAQ: Häufige Fragen zum Gehalt von Alexander Nübel

Wie hoch ist das Gehalt von Alexander Nübel wirklich?
Nach Berichten von Sky und Sport Bild verdient Nübel beim FC Bayern zwischen zehn und zwölf Millionen Euro brutto pro Jahr, abhängig von Boni.

Wer zahlt Nübels Gehalt während der Stuttgart-Leihe?
Der FC Bayern übernimmt weiterhin den größeren Teil, zuletzt rund zwei Drittel. Der VfB Stuttgart trägt nur etwa 3,5 Millionen Euro selbst.

Warum zahlt Bayern so viel für einen Spieler, der nicht spielt?
Der Vertrag sollte ursprünglich absichern, falls Neuer seine Karriere beendet. Diese Rückholoption hat sich bisher nicht bewahrheitet.

Warum findet Nübel trotz guter Leistungen keinen neuen Verein?
Sein Gehalt lässt sich bei den meisten Klubs finanziell nicht abbilden. Dazu kommt eine geforderte Ablöse von zehn bis 15 Millionen Euro.

Wie lange läuft Nübels Vertrag bei Bayern noch?
Bis 2029, mit Option auf 2030. Obwohl der Verein öffentlich erklärt hat, nicht mehr mit ihm zu planen.

Fazit

Das Gehalt von Alexander Nübel ist kein gewöhnliches Bundesliga-Salär. Es ist das Relikt eines strategischen Absicherungsmodells, das seinen Zweck verloren hat.

Genau dieses Gehalt ist heute das größte Hindernis für seinen nächsten Karriereschritt.

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Finn Adler
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