“Ich bin guter Dinge!” Mit diesem Satz wehrt sich Jochen Busse gegen jedes Mitleid, das ihm entgegenschlagen könnte – und genau diese Haltung erklärt, warum sein Umzug ins Seniorenheim eine ganz andere Geschichte ist, als die Schlagzeile zunächst vermuten lässt. Während die meisten Meldungen nur die nackte Tatsache melden, übersehen sie das eigentlich Interessante: Der
“Ich bin guter Dinge!” Mit diesem Satz wehrt sich Jochen Busse gegen jedes Mitleid, das ihm entgegenschlagen könnte – und genau diese Haltung erklärt, warum sein Umzug ins Seniorenheim eine ganz andere Geschichte ist, als die Schlagzeile zunächst vermuten lässt. Während die meisten Meldungen nur die nackte Tatsache melden, übersehen sie das eigentlich Interessante: Der 85-Jährige plant seine Rückkehr auf die Bühne, bevor er überhaupt richtig eingezogen ist.
Wie aus Rückenschmerzen ein Aneurysma wurde
Manchmal beginnt eine ernste Diagnose mit etwas ganz Banalem. Bei Busse waren es Schmerzen, die ihn zunächst zum Osteopathen führten. “Dann kam eins zum anderen”, erzählt er selbst dazu – fast schon nebenbei, so wie man über eine lästige Verspätung der Bahn spricht. Bei der weiteren Abklärung fanden die Ärzte schließlich ein Aneurysma in der Hüfte. Klingt harmlos, ist es aber nicht: Eine solche Gefäßausstülpung muss operativ behandelt werden, bevor überhaupt an etwas anderes zu denken ist.
Am 29. Juni wird genau das passieren. Erst wenn dieser Eingriff überstanden ist, kommt die zweite, schon länger geplante Hüft-OP an die Reihe. Zwei Operationen, die aufeinander warten müssen – kein Wunder, dass für die Erholung danach einiges an Zeit eingeplant ist.
Warum dieser Umzug kein Rückzug ist
Hier liegt der Punkt, den viele Berichte einfach übergehen: Der Schritt ins Seniorenheim ist keine Notlösung, in die sich Busse fügen musste, sondern eine ziemlich kluge Entscheidung. Sein Argument dafür ist simpel und nachvollziehbar – nach den Operationen kann er die Reha direkt am selben Ort machen, ohne zusätzliche Wege, ohne Organisationschaos.
Auch die Wahl des Ortes war kein Zufall. Statt irgendeiner Einrichtung fiel die Entscheidung auf die Residenz am Dom in Köln, eine Stadt, in der Busse längst nicht bei null anfängt. Mehrere langjährige Freunde wohnen dort bereits, manche sogar in derselben Residenz. Das macht seine Situation deutlich anders als die vieler Menschen, die plötzlich und unvorbereitet in eine ähnliche Lage rutschen, ganz ohne vertrautes Umfeld.
Bilder an der Wand, mitten im Chaos
Wie sich der Umzug im Alltag anfühlt, beschreibt Busse mit einer Mischung aus Pragmatismus und trockenem Humor. Während er noch mitten im Umzugsstress steckt, hängen seine Bilder schon an den Wänden – ein kleines Detail, das aber viel verrät. Es zeigt, dass er sich die neue Wohnung wirklich als Zuhause einrichtet und nicht nur als Zwischenstopp behandelt.
Sogar sein Hula-Hoop-Reifen, mit dem er seit über fünfzehn Jahren angeblich täglich trainiert, hat schon seinen Platz gefunden. Wer ihn aus dem Theaterstück “Weiße Turnschuhe” kennt, weiß: Genau dieser Reifen spielt dort sogar eine Rolle.
Was auf der Bühne jetzt ausfällt
Die gesundheitliche Lage hat ganz konkrete Folgen für seinen Terminkalender. Die geplanten Aufführungen von “Weiße Turnschuhe” am Theater an der Kö in Düsseldorf und in der Komödie im Bayerischen Hof in München muss er absagen – ein halbes Jahr lang wird er auf der Bühne fehlen.
Was dabei auffällt: Busse betont immer wieder, geistig voll auf der Höhe zu sein. Es ist also nicht der Wille oder der Kopf, der ihn ausbremst, sondern allein der Körper. Diese Diskrepanz zwischen geistiger Frische und körperlicher Einschränkung zieht sich durch fast alles, was er derzeit über sich erzählt.
Ein Comeback-Termin, schon jetzt festgelegt
Während andere in seiner Situation vermutlich erstmal abwarten würden, hat Busse längst ein Ziel im Kopf: Anfang 2027 will er wieder vor Publikum stehen. “Das ist mein Lebenselixier”, sagt er über die Bühne – ein Satz, der zeigt, wie wenig das Alter an seiner Leidenschaft für die Schauspielerei geändert hat.
Auch seine Wohnung in München-Schwabing gibt er nicht auf. Ein kleines, aber eindeutiges Signal: Köln ist eine Übergangslösung, kein endgültiger Abschied von seinem bisherigen Leben.
Geld als Sorge weniger
Ein Punkt, den Busse selbst ansprach, ohne dass jemand danach fragen musste: die finanzielle Seite. Er habe sich über die Jahre vorausschauend etwas zur Seite gelegt – so muss er sich um diesen Teil seines Lebens wenigstens keine zusätzlichen Gedanken machen, während Körper und Genesung im Vordergrund stehen.
Häufig gestellte Fragen
Warum zieht Jochen Busse in ein Seniorenheim? Nach zwei anstehenden Operationen – der Entfernung eines Hüft-Aneurysmas und einer Hüft-OP – braucht er intensive Betreuung und möchte die Reha direkt vor Ort machen können.
Welche Operationen stehen bei Jochen Busse an? Am 29. Juni wird zunächst das Aneurysma in der Hüfte entfernt, danach folgt die bereits länger geplante Hüft-Operation.
Wie lange fällt Jochen Busse aus? Er selbst rechnet damit, das kommende halbe Jahr nicht auf der Bühne stehen zu können.
Wo liegt die Seniorenresidenz von Jochen Busse? Er zieht von Düsseldorf in die Residenz am Dom in Köln, wo bereits langjährige Freunde von ihm leben.
Will Jochen Busse wieder auftreten? Ja, er peilt Anfang 2027 als Comeback-Termin an, unter anderem mit dem Theaterstück “Weiße Turnschuhe”.
Fazit
Wer hinter der Schlagzeile zum Jochen Busse Seniorenheim einen Schauspieler im Ruhestand erwartet, irrt sich gewaltig. Es ist eher eine Pause mit Plan: klarer Comeback-Termin, finanziell abgesichert, umgeben von alten Freunden in Köln. Mit 85 Jahren geht Busse seine größte gesundheitliche Herausforderung mit einer Gelassenheit an, von der sich so mancher Jüngere eine Scheibe abschneiden könnte.
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